Vereine und Betriebe

Alte Betriebe und Gemeinschaften Sögtrops

Viehwagengemeinschaft Sögtrop

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Sögtrop mussten, um beim Kauf von Vieh die Preise pro Kilo aushandeln zu können, jedes Stück erst wiegen, um das korrekte Gewicht zu bestimmen. Früher war der Viehtransport zu nächsten Waage sehr mühselig, so dass in Sögtrop eine eigene Viehwaage angeschaft wurde. Sie stand in einem Anbau neben der ehemaligen Remise von Josef Körneke. Dort konnten die Tiere auf einer Seite herein und nach dem Wiegen auf der gegenüberliegenden Seite wieder herausgetrieben werden. Als Nachweis wurde bei jeder Wägung ein Wiegeschein ausgestellt. Die Waage wurde in regelmäßigen Abständen durch das Eichamt geprüft und geeicht.

Antennengemeinschaft Sögtrop

Als in den 50.-60. Jahren die Anschaffung von Fernsehgeräten in allen Wohneinheiten zur Regel wurde, mussten Antennen erstellt werden, um entsprechend gute Bildqualitäten zu erhalten. Da die Technik für den Einzelempfang noch nich den heutigen Standard hatte, wurde das Aufstellen einer Gemeinschafts-Antenne auf einer Anhöhe beschlossen. Als Standort wurde eine Lichtung auf dem „Baukholt“ bestimmt. Von dort wurden dann Leitungen zu den entsprechenden Häusern gelegt.

Sauerteiggemeinschaft Sögtrop

Bis zur Entstehung von Bäckereien – etwa um 1925 – wurde das tägliche Brot im Hausback für jede Familie gebacken. Um ständig Sauerteig zur Verfügung zu haben, gab es Absprachen  von Haus zu Haus. Ein Backplan wurde erstellt, und jeder nachfolgende Backwillige holte sich den zurückbehaltenen Sauerteig für seine heimische Brotbäckerei beim Nachbarn.

Zichorien-Rösterei – Sögtrop

Josef Sträter war der Zichorien- und Roggenröster in Sögtrop. In einer Rösttrommel wurde das entsprechende Röstgut über offenem Feuer so lange gedreht, bis eine trockene Qualität erreicht war. Ältere Einwohner erzählen noch heute von dem besonderen Duft, der in der Röstzeit über dem Dorfe lag, wenn „dai alle Ströter amme Rösten was“. Der „Zichorien-Bröer“ nahm seine Aufgabe immer sehr ernst.  Nicht jedem gelang eine gute Qualität für den Kaffeeersatz. Angebaut wurden die Zichorien fast in jedem Garten und zumeist dort, wo nicht viele Wachstum zu erwarten war, in den letzten Ecken der Gärten also. Vor dem Rösten wurden die wie weiße Möhren aussehenden  Wurzeln gesäubert – „geschrappt“- und in kleine Würfel geschnitten. Nach dem Rösten wurden sie zu feinem Kaffeeersatz – dem „Kaffeeprütt“ gemahlen. In gleicher Weise ging die Röstprozedur mit Roggenkörnern vor sich.

Angelus-Läuten in Sögtrop

Bevor in den 60-er Jahren die Kapelle des Hl. Blasius mit einem elektrischen Läutewerk ausgestattet wurde, erfolgte das mittägliche „Angelus-Läuten“ noch von Hand. Der Läutedienst wechselte wöchentlich von Haus zu Haus. Mancher war ein Meister am Glockenseil, aber manchem gelang nur ein einfaches Bimmeln, immerhin geschah auch das zur Ehre des mittäglichen „Engel-des-Herrn“.

Seilwindengemeinschaft Sögtrop/Mönekind

Waldarbeit ist Schwerstarbeit, daran hat sich bis heute nichts geändert, obwohl sich durch technische Fortschritte in der Forstwirtschaft viele getan hat. Während früher mit Pferden ausschließlich gerückt wurde, erfolgt dies heute überwiegend mit Schlepper und Seilwinde.

Nach Gründung der FBG Kirchrarbach im Jahre 1950 wurde mit Forstwart Alfred Henneke, der den Holzverkauf zu organisieren hatte, manches verändert. So gab es mit seiner Übernahme der Leitung der FBG neue Impulse, wie die Waldarbeit einfacher und effektiver gestaltet werden konnte. In den Folgejahren taten sich insgesamt 10 Waldbesitzer im Bereich Sögtrop und Mönekind zusammen, die sich um die Anschaffung einer Seilwinde bemühten. Am 05. 03. 1970 wurde durch die Waldwirtschafts-Gemeinschaft-Rarbach bei der Fa. M.A. Lumme, Kirchrarbach, eine Schlang & Reichardt Seilwinde Typ DU 311 zum Preis von 3.191,25 DM angeschafft.

Die Finanzierung wurde durch die zehn Interessenten und zwar anteilsmässig je Ha-Forstfläche der Waldbesitzer übernommen. Die Seilwindengemeinschaft vereinbarte dann die Unterstellung des Geräts auf dem Hof Hoppe in Sögtrop. Die Benutzung erfolgte nach Absprache untereinander. Zur Finanzierung  von Rücklagen für Reparaturen usw. richtete man ein Seilwindenkonto ein, in das jedes Mitglied nach Gebrauch zunächst 1,-DM/fm und in späteren Jahren 0,5 DM/fm gerücktes Holz einzuzahlen hatte.

Die gemeinschaftliche Nutzung der Winde lief über Jahre gut, bis sich nach und nach einzelne Mitglieder  selbst neue oder gebrauchte Winden, individuell auf den Einzelbetrieb zugeschnitten, anschafften, denn die gemeinschaftliche Winde war mittlerweile nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand.

Aam 17.03.1993 wurde dann im gemeinschaftlichen Einvernehmen das Seilwindenkonto aufgelöst. Die alte Winde wurde von Josef Schmidt, Sögtrop, für 100,- DM erworben. Der Kontostand am 19.03.1993 betrug   537,27 DM
                                                      + 100,- DM für alte Winde
                                                       =437,27 DM
Dieser Restbetrag wurde auf das Sögtroper Kapellenkonto eingezahlt

Leinewebers

Noch heute besteht für das Haus Nr. 15 der Hausname „Leineweber“. Dies hat folgenden Hinergrund:
Schon Josef Lumme (*05.10.1863) besaß einen Handwebstuhl, auf dem das gesponnene Leinengarn zu Laken gewebt wurde. Seine Söhne Ferdinand und Josef eröffneten 1928 im hinteren Teil des Hauses eine Lohnstickerei. Im Auftrag der Firma Wigge & Wilmers, Meschede, fertigten Sie Strümpfe an. Viele Einheimische und Ostvertriebene fanden hier Arbeit und Brot, und Familien aus der Gemeinde und dem Fredeburger Land verdienten sich ein Zubrot als Heimarbeiter, bis Ende der 1950er Jahre die Strickerei geschlossen wurde.

Heinemanns – Lebers – Kutschenfahrer/Mietwagenbetrieb

Der Lanwirt Josef Heinemann betätigte sich in den dreißiger Jahren als Kutschenfahrer für Gäste, die zur Bahnstation nach Bremke oder Meschede wollten. Später kam die Aufgabe des Milchwagenfahrers hinzu. 1954 erhielt Albert Heinemann die amtliche Genehmigung für den Mietwagenbetrieb

Meier – Schuhmacher

Das Haus Nr. 8 wurde von 1948 – 1963 von Arnold und Maria Meier bewohnt. Seinerzeit betrieb Arnold Meier dort eine kleine Schuhmacherwerkstatt, die man über eine schmale steile Außentreppe erreichen konnte.

Schörmann – Schreiner

Vor 1950 befand sich in dem Anbau des Hauses Jürgens die erste Werkstatt des Schreinermeisters Johann Schörmann, der zu dieser Zeit dort mit seiner Familie auch zur Miete wohnte. Im Jahr 1947/1948 erbauten die Eheleute „Unter der Hardt“ ein Wohnhaus mit Schreinerwerkstatt.

Franz Riekes – Schreiner

Von 1887 bis 1917 übte Franz Riekes in einem Anbau das Schreinerhandwerk aus

Riekes – Schuhmacher

1964 kaufte Johannes Riekes Haus-Nr. 11 richtete sich eine kleine Schuhmacherwerkstatt ein.

 

Alois Hoppe – Bildhauer

Hoppe übt in seiner eigenen Werkstatt die Kunst der Bildhauerei aus.

 

Pension „Bailstein“ – Hoppe

In den Jahren bis 1970 betrieb die Familie Hoppe eine Pension unter dem Namen „Bailstein“. Anschließend erfolgte die Vermietung von Ferienwohnungen.

Schuhmacher

Bis 1946 wurde in dem Haus Nr. 16 das Schuhmacherhandwerk ausgeübt.

 

Heutige Betriebe

Die folgenden Häuser betrieben in der Vergangenheit in Voll- oder Nebenerwerb die Landwirschaft:
Heinemann (Lebers), Wiese (Lumen), Hoppe, Lumme (Deppe), Körneke (Röttgers), Wüllner (Borg), Riekes (Kaufmanns), Schmidt (Cläimes), Gödde, Frese, Lumme (Schuhmacher), Wüllner (Flüchters) Wüllner (Schörmann), Hesse.

Von den ursprünglich vier Bauernhöfen betreiben noch zwei Betriebe Viehhandlung, die anderen haben die landwirtschaftlichen Flächen verpachtet. Aufgrund der derzeit geringen Wertschöpfung wird die Landwirtschaft im Nebenerwerb betrieben. Die umliegenden Flächen sind zudem sehr stark durch Wald geprägt, der für die Besitzer eine zusätzliche Einkommensquelle darstellt. In den letzten Jahren investierten die Waldbesitzer viel Arbeit in die Behebung der Kyrillschäden und in die Aufforstung. Vor dem Hintergrund der rapide steigenden Holznachfrage bei derzeit sehr guten Preisen wird die Forstwirtschaft in Zukunft eine deutlich höhere Bedeutung gewinnen.

In Sögtrop gibt es eine Schreinerei, die einen Angestellten beschäftigt.

 

Dorfgemeinschaft Sögtrop

Verein Dorfgemeinschaft Sögtrop

Im Januar des Jahres 2000 wurde die Ausrichtung eines Dorffestes beschlossen. Das letzte Fest lag schon acht Jahre zurück. Da die Veranstaltung über zwei Tage geplant war, bedurfte es einer größeren Vorbereitung. Daher erschien es vorteilhafter, wenn die Durchführung dieser Festtage einem Verein übertragen wurden.Zwischenzeitlich hatte sich bereits ein „Festausschuss Dorffest" bestehend aus neun Personen gebildet. Von ihm kam auch der Vorschlag , einen Dorfverein mit dem Namen „Dorfgemeinschaft Sögtrop" zu gründen.

Am 4.2.2000 wurde das gesamte Dorf zum 19.00 Uhr in Kadlers Keller zur Gründungversammlung des Vereins eingeladen. 31 Dorfbewohner nahmen an der Versammlung teil. Eine Vereinssatzung wurde beschlossen und der Vorstand wurde gewählt.

Aufgabe des Vereins ist im Wesentlichen die finanziellen Abwicklungen gemeinschaftlicher Konten. Während seinerzeit die Beträge von Kapelle, Dorfjugend, Tretbeken und Spielplatz von einzelnen Dorfbewohnern geführt wurden und dementsprechend nur wenige Personen über die gesamte Finanzlage des Dorfes Bescheid wußten, werden nun im Rahmen der jährlichen Generaversammlung alle Mitglieder informiert. Gleichzeitig entscheidet auch die Mitgliederversammlung über neue Anschaffungen und Investitionen.

Allgemeine, alle Sögtroper betreffende Anliegen, und Fragen werden durch die Dorfgemeinschaft Sögtrop zentral aufgegriffen und mit den Einwohnern abgestimmt. Themen wie die Anschaffung von einheitlichen Fahnen, die Forcierung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Einführung von Straßennamen, geplante Investitionen, anstehende Veranstaltungen (Weihnachtskonzert der Bumbacher, interne Dorffeste etc.) u.v.m. werden mit Hilfe des Rundschreibens „Sögtrop aktiv" kommuniziert. Auch die Einladungen und Protokolle der 1x jährlich stattfindenden Generalversammlungen sowie der außerordentlichen Mitgliederversammlungen werden ebenfalls über „Sögtrop aktiv" an alle Haushalte verteilt. Somit werden die Einwohner über aktuelle Anlässe und Projekte auf direktem Wege informiert.

Um den Erhalt der Sögtroper Gemeinschaftseinrichtungen wie die Kapelle, den Bolzplatz, das Tretbecken usw. zu gewährleisten, findet zweimal jährlich eine Dorfaktion statt, bei der Reinigungs-, Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten von allen gemeinsam durchgeführt werden. Die entsprechenden Termine werden durch den Verein festgelegt und bekannt gegeben. Auch der ins Leben gerufene Rasenmäh- und Heckenscherplan hat das positive, gepflegte Erscheinungsbild des Ortes als Ziel.

Der Schriftverkehr insbesondere mit der Stadt Schmallenberg beispielsweise in Bezug auf Beantragungen von Zuschüssen oder auf die Aktion „Unser Dorf hat Zukunft" läuft zentral über den Verein.

Der Verein ist nicht eingetragen und verfolgt laut Satzung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Sinn des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege und der Dorfgemeinschaft. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Unterhaltungs-, Instandsetzungs- und Pflegemaßnahmen der St.-Blasius-Kapelle in Sögtrop und der Einrichtungen des Dorfes.

Protokoll der Gründungsversammlung

Am 04. Februar 2000 um 19.13 Uhr eröffnet Andreas Senger die Versammlung und erläutert kurz die Gründe, die einen Verein Dorfgemeinschaft Sögtrop sinnvoll machen.

Die vorläufige Satzung (Andreas Senger und Christian Kadler haben sich Satzungen von der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft Kirchrarbach besorgt und daraus eine vorläufige Satzung für Sögtrop geschrieben) wird vorgelesen.

Den Paragraphen 1 bis 5 stimmen die 31 Anwesenden ohne Änderung zu.

Zum Paragraph 6 fragt Josef Körneke an, ob man eventuell einen Punkt aufnehmen sollte, der die Dorfgemeinschaft, vor allem jedoch die Jugend zur Traditionspflege anhalten soll. Nach kurzer Diskussion wird festgestellt, dass man sich nur bemühen kann, alte Traditionen zu pflegen, dass jedoch niemand dazu gezwungen werden kann. Der Paragraph wird somit nicht verändert.

Zu Paragraph 7 wird die Frage gestellt, was unter „geselligem Beisammensein" zu verstehen sei. Andreas Senger weist darauf hin, dass dieser Punkt einen so dehnbaren Begriff beinhaltet, damit alle Aktivitäten des Vereins Dorfgemeinschaft Sögtrop unter diesen Punkt fallen.

Die Paragraphen 8 und 9 werden ebenfall übernommen.

Bei Paragraßh 10 gibt es eine Diskussion um den Satz „Die Versammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind". Im Laufe der Versammlung wird beschlossen, dass dieser Satz gestrichen wird. Statt dessen bleibt bei diesem Paragraphen der Satz, dass die Versammlung mit der einfachen Mehrheit der anwesen Mitgieder beschlussfähig ist.

Nachdem die Satzung vorgelesen ist, gibt es eine weitere Diskussion über die Gründe, einen Verein Dorfgemeinschaft Sögtrop zu gründen. Es wird unter anderem darauf hingewiesen, dass es in Sögtrop diverse Konten, (Kapelle, Spielplatz, Tretbecken usw.) gibt, die nun einheitlich und übersichtlich zusammengefasst werden sollen. Da die bestehenden Konten bisher auf die Namen von Privatpersonen ausgestellt sind, könnte es für die betreffenden Personen in Zukunft evtl bei einem größeren Umsatz (z.B.Dorffest) Steuerprobleme geben.

Nach diesen Diskussionen stehen die Wahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Martin Hoppe wird als 1.Vorsitzender vorgeschlagen. Er stellt sich zur Wahl. Da keine weiteren Vorschläge eingehen, wird abgestimmt. Mit Ja stimmen 28 Anwesende, Nein keine Stimme, Enthaltungen 1. Martin Hoppe nimmt die Wahl an. Die Leitung der Versammlung übernimmt nun Martin Hoppe.

Nächster Punkt der Versammlung ist die Wahl des 2.Vorsitzenden. Vorgeschlagen werden: Kirsten Schörmann, Christian Kadler, Theo Körneke, Martin Wüllner. Kirsten Schörmann und Martin Wüllner stellen sich zur Wahl, Körneke und Kadler lehnen ab.

Die Abstimmung ergibt 19 Stimmen für Kirsten Schörmann, 6 Stimmen für Martin Wüllner und 6 Enthaltungen. Kirsten Schörmann nimmt die Wahl an.

Nächster Punkt Wahl des Kassierers / Schriftfführers: Vorgeschlagen werden Ursula Lumme, Josef Körneke, Andreas Senger und Gerhard Göddeke. Josef Körneke, Andreas Senger und Gerhard Göddeke lehnen ab. Ursula Lumme stellt sich zur Wahl. Die Abstimmung ergibt 30 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung. Ursula Lumme nimmt die Wahl an.

Als Beisitzer werden gewählt: Hubertus Wüllner, Theo Körneke, Kerstin Körneke und Tobias Sträter. Als Kassenprüfer werden gewählt: Gerhard Göddeke und Ursula Riekes. Martin Wüllner weist noch einmal darauf hin, dass bei dem geplanten Dorffest mit Bauernmarkt und Kutschenturnier jede Hilfe bei dem Auf- bzw. Abbau als auch bei der Durchführung gebraucht wird.

Um 21.00 Uhr schließt Martin Hoppe die Versammlung.

Sögtrop, den 04.Februar 2000

Martin Hoppe Kirsten Schörmann Ursula Lumme

1.Vorsitzender 2.Vorsitzender Kassierer/Schriftführer

 

Der aktuelle Vorstand (Stand Dez. 2011)

1. Vorsitzender: Martin Hoppe

2. Vorsitzender: Markus Gödde

Kassiererin: Regina Körneke

Schriftführerin: Anja Wiese

Beisitzer: Stephanie Meier, Daniel Luttermann, Theo Körneke, Hubertus Wüllner

Kassenprüfer: Tobias Sträter, Michael Wüllner

 

Wasserinteressenten-Gemeinschaft Sögtrop e. V.

Der Beginn einer gemeinsamen Wasserversorgung für einige Häuser in Sögtrop lässt sich genau datieren. Es war der 28. November 1897. An diesem Tag schlossen fünf Grundstückseigentümer mit dem Landwirt Wilhelm Körneke einen Vertrag, eine Quelle „Am Eickhagen“ zu erschließen und eine gemeinsame Wasserleitung über das Grundstück zu einem Wasserbehälter zu verlegen.

In den 1950er Jahren wurde eine zusätzliche Quelle im „Grassiepen“ erschlossen und anschließend im Ort ein neues Leitungssystem mit PVC-Rohren verlegt. Danach übernahm Anton Körneke den Vorsitz der Interessentengemeinschaft. Der erste Schriftverkehr mit dem Gesundheitsamt datiert vom Mai 1978 und hat u. a. folgenden Inhalt:

„Durch die Trinkwasseranlage Sögtrop werden etwas 70 Einwohner und ca. 60 Stück Großvieh versorgt. Der jährliche Wasserverbrauch wird mit 3.500 – 4.000 cbm angegeben. Wasserzähler sind keine vorhanden. An Wassergeld wird eine jährliche Pauschale von 50,- DM je Hausanschluß erhoben. Die alte Quelle „Am Eickhagen“ wurde 1976 neu gefasst und die Quelle „Grassiepen“ 1968…

Die Quelle „Am Eickhagen“ wurde 1976 in 2 m Tiefe durch einen 8 m langen Siekerstrang gefasst. Das gesamte Einzugsgebiet besteht aus Schnittwiese, die nicht mit Natur- oder Kunstdünger beschickt wird, allerdings im Spätherbst beweidet würde…

Der Hochbehälter wurde 1910 erbaut. Er hat eine Kammer mit einem Fassungsvermögen von 7 cbm. Ein vorschriftsmäßiger Deckel ist nicht vorhanden…

Das Einzugsgebiet „Am Eickhagen“ darf im Herbst nicht beweidet werden.

Ab diesem Zeitpunkt fanden erstmals in unregelmäßigen Abständen Wasserschauen und Untersuchungen statt. Der Hochsauerlandkreis verwies in diesem Zusammenhang auf die Verpflichtung zur Selbstüberwachung gem. § 50 Wassergesetz des Landes NRW.

Ende des Jahres 1978 übertrugen die Anschlussteilnehmer Josef Lumme-Leineweber die Interessenvertretung. Es wurde angeregt, einen neuen, zukunftsfähigen und ausreichend großen Hochbehälter zu bauen, da die Wasserversorgung in der trockenen Sommerperiode (Vorrat 7 cbm) immer wieder zu Engpässen führte. Dieses Vorhaben wurde Anfang 1979 direkt in die Tat umgesetzt, nachdem Anton Körneke sich bereit erklärt hatte, eine Fläche aus dem alten Hohlweg Richtung Buchholz, in der Nähe einer alten Steinkuhle, der Wassergemeinschaft zu überlassen. Es entstand in kürzester Zeit ein moderner Hochbehälter – für damalige Verhältnisse -  mit einem Fassungsvermögen von 40 cbm. Die Kosten beliefen sich auf ca. 20.000 DM. Hinzu kam als Eigenleistung eine hohe Anzahl an Arbeitsstunden.

Einige Jahre später wurde direkt angrenzend an den Hochbehälter ein Tretbecken errichtet und 20 Jahre später, 2003, eine attraktive Schutzhütte. Bis zum heutigen Tage ist der Vorplatz des Wasserbehälters nicht nur Treffpunkt für  sonntägliche Frühschoppen, sondern auch immer wieder Ziel angesetzter Wanderungen.

Nach dem neuen Hochbehälterbau im Jahre 1979 wurden erstmals in den 12 angeschlossenen Häusern Wasserzähler installiert. Die erste Abrechnung erfolgte für den Zeitraum November 1979 bis April 1980 und ergab einen Verbrauch von 1.678 cbm. Der Wasserpreis lag bei 0,50 DM je cbm, wurde jedoch zur Hälfte auf die eingebrachten Geldmittel (je Haus 1.100 DM) angerechnet. Somit erfolgte auch in den Folgejahren ein Rückfluss der zur Verfügung gestellten Gelder. Nach und nach schlossen sich auch weitere Häuser der Versorgungsgemeinschaft an. Sie mussten einen einmaligen Anschlussbeitrag zahlen.

Ab 1987 erfolgte die Protokollierung der Wasserversammlungen, die alljährlich im Gasthof Wollmeiner in Mönekind stattfanden. Der durchschnittliche Wasserverbrauch lag nun bei ca. 10 cbm pro Tag bei 84 versorgten Einwohnern. Auch wurde auf Drängen des Hochsauerlandkreises zu diesem Zeitpunkt erstmals über die Gründung eines Vereins nachgedacht, jedoch nicht für erforderlich erachtet, ebenso wenig wie der Beitritt zum „Verein der freiwilligen Wasserversorger“ der Stadt Schmallenberg.

Ende des Jahres 1990 fanden Verhandlungen mit dem Landwirt Josef Hoppe zwecks Erschließung neuer Quellen im Bereich Gassiepen und Delmart statt. In diesem Zusammenhang wurde auch auf Drängen des Hochsauerlandkreises nun doch die Gründung eines eingetragen Vereins in Betracht gezogen. Bereits am 27. Januar 1991 fand die Gründungsversammlung mit Verabschiedung der erforderlichen Satzung statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 17 Mitglieder und wählt erstmals einen Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzte:

Vorsitzender: Josef Körneke; Stellvertreter: Josef Riekes; Schriftführer und Kassierer: Josef Lumme; Wasserwart: Manfred Mester.

Umgehend wurde mit den Arbeiten der Quellfassung in der Delmart begonnen. 1.000 Meter Leitungsnetz und umfangreiche Einfassungsarbeiten waren zu erledigen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 20.186 DM und wurden durch eine einmalige Umlage in Höhe von 1.300 DM sowie erhebliche Eigenleistungen erbracht. Ende Mai 1991 wurde das erste Wasser aus der neuen Quelle bezogen und mit einem gebührenden Wasserfest gefeiert. Seitens des HSK wurde die Wasserentnahmegenehmigung für 20 Jahre erteilt. 

Neue Mitglieder, die sich bisher über Einzelquellen selbst versorgt hatten, traten dem Verein bei und mussten einen einmaligen Anschlussbeitrag in Höhe von 2.500 DM einzahlen. Die Rücklagen verbesserten sich kontinuierlich, um auch für spätere Investitionen gerüstet zu sein, und der Wasserpreis konnte weiterhin bei 0,50 DM stabil gehalten werden.

Da für den Ort Sögtrop die Erschließung eines neuen Wohngebietes vorgesehen war, sollte nach Auffassung der Stadt Schmallenberg die Wasserinteressenten-Gemeinschaft (WIG) die Wasserversorgung für die neuen Wohngebäude sichern. Gegen die geplante Änderung des Flächennutzungsplanes bestanden keine Bedenken, jedoch sollte zum Zweck der erforderlichen Wasserversorgung vorerst eine regelmäßige Messung der Wassermenge erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt versorgte die WIG 22 Häuser und rd. 100 Personen mit über 4.300 cbm Trinkwasser.

Nach Jahren zeigte sich, dass auf Grund zu geringer Baunachfrage das Baugebiet vorerst nicht erschlossen wurde.

Im Jahre 1998 wurde Sögtrop an die öffentliche Abwasseranlage der Stadt Schmallenberg angeschlossen. Zum Zwecke der Abrechnung wurde ab diesem Zeitpunkt die Meldung der Wasserverbräuche an die Kommune erforderlich. Am 1. Mai des Jahres fand zum 100jährigen Bestehen der ersten Versorgungsgemeinschaft ein großes Wasserfest statt.

Inzwischen war der Verein auch der „Arbeitsgemeinschaft der nichtstädtischen Wasserversorgung im Stadtgebiet Schmallenberg“ beigetreten. Die Auflagen des HSK-Gesundheitsamtes und die damit verbundenen Kosten der Wasseruntersuchungen belasteten die WIG enorm. In diesem Zusammenhang wurde die Installation einer UV-Anlage  (Kosten ca. 10.000 DM) zur Wasserentkeimung diskutiert, jedoch auf Grund der hohen Folgekosten abgelehnt. Auch war es inzwischen unerlässlich geworden, Vorstandsmitglieder der WIG in Sachen Trinkwasser weiter zu schulen.

Zeitgleich mit der Umstellung von DM auf Euro wurde zum 1. Januar 2002 eine Wasserpreisanpassung durchgeführt, und zwar je cbm auf 0,30 €, sowie ein Grundpreis von 16,00 € beschlossen. Die Anschlussgebühr für neue Bauvorhaben betrug 770,00 €.

Durch regelmäßige Arbeitseinsätze war die Dorfgemeinschaft bemüht, die Kosten niedrig zu halten. Umbauten und Modernisierungen im und am Hochbehälter waren dabei unerlässlich. Die bisher genutzte Quelle „Grassiepen“ wurde von der Wasserversorgung abgekoppelt, da die Wasseruntersuchungen immer wieder Belastungen nachwiesen.

Im Jahre 2003 regelten die WIG-Sögtrop und der Wasserbeschaffungs-Verband Kirchrarbach vertraglich, sich gegenseitig für den Fall einer Versorgungsunterbrechung auszuhelfen.

Im Juli 2008 wurde gemäß den Auflagen des HSK eine Ultrafiltrationsanlage (UF-Anlage) für über 7.000 € installiert. Seitens des HSK wurde vermerkt: …Die von der WIG vorgelegte Dokumentation der Aufbereitungsanlage ist umfassend und aussagekräftig. Das zur Einsicht vorgelegte Betriebstagebuch wird von den Vertretern des Gesundheitsamtes als vorbildlich bezeichnet…

Der Vorstand der WIG, 1. Vorsitzender: Bernhard Riekes; 2. Vorsitzender: Thomas Wiese; Schriftführer u. Kassierer: Andreas Senger und Wasserwart: Markus Gödde, zeichnet Ende des Jahres 2010 und darüber hinaus verantwortlich für 25 Anschlussteilnehmer mit rd. 4.000 cbm Trinkwasserverbrauch und einem Vereinsvermögen von rd. 12.000 €.

 

Umliegende Vereine und Institutionen

In Sögtrop gibt es zwei dorfeigene Vereine, die Dorfgemeinschaft Sögtrop und die Wasserinteressengemeinschaft e.V.

Sögtrop ist vereinsmäßig stark im Nachbarort Kirchrarbach integriert. So engagieren sich zahlreiche Sögtroper in den nachstehenden Vereinen

St. Lambertus Schützenbruderschaft Kirchrarbach
www.schuetzen-kirchrarbach.de

Die St. Lambertus Schützenbruderschaft Kirchrarbach e.V. wurde im Jahre 1904 gegründet. Die Mitglieder kommen (zum größten Teil) aus den Ortschaften Oberrarbach, Föckinghausen, Hanxleden, Dornheim, Sögtrop, Mönekind, Niederhenneborn, Sellmecke und Kirchrarbach. Nahezu jeder männliche Einwohner (ab 16 Jahre) ist Mitglied in diesem Verein. Der Verein unterhält die 800 qm große Rarbachhalle.

Spielmannszug Kirchrarbach
www.spielmannszug-kirchrarbach.de

Der Spielmannszug Kirchrarbach wurde im Jahr 1927 gegründet und bietet mit seinen über 50 Musikern ein Repertoire von Traditionsmärschen bis hin zu Konzertstücken sowie Originalkompositionen für Spielleute.

Bumbacher Blaskapelle

Die Bumbacher Blaskapelle setzt sich aus ca. 20 Musikern zusammen, die zum größten Teil auch in anderen Musikvereinen praktizieren. Die Bumbacher Blaskapelle feiert im Jahr 2012 sein 50jähriges Jubiläum. Im Advent fährt die Musikkapelle in der Gemeine Kirchrarbach von Ort zu Ort und stimmt die Bewohner auf Weihnachten ein – so darf auch Sögtrop jährlich an diesm schönen Brauch teilhaben.

kfd Kirchrarbach

Der Frauenverien "kfd" bietet über das Jahr verteilt viele interessante Aktivitäten wie den Frauenkarneval in der Schützenhalle, die besinnliche Adventsveranstaltung und diverse Ausflüge an.

Leitbild der kfd „leidenschaftlich glauben und leben"

Sportverein Kirchrarbach
www.henne-rartal.de

Die Abteilungen Fußball, Ski und die Damenabteilung bieten ein breit gefächertes Angebot an sportlichen Aktivitäten. Ob Fußball für Jungen und Mädchen, Inliner, Ski, Snowboard, Gesundheits- und Präventionssport wie Rückengymnastik, Aerobic – es ist für jeden etwas dabei.

SGV Kirchrarbach
www.sgv-kirchrarbach.de

Der Verein wurde 1895 gegründet. Um die Ortschaften Kirchrarbach, Oberrarbach, Föckinghausen, Hanxleden, Dornheim, Sögtrop, Mönekind, Sellmecke und Niederhennebornherum wurden markierte Wanderwege mit einzigartigen Aussichtsmöglichkeiten angelegt. Der SGV lädt dazu ein, zu wandern, die Natur zu erleben und das gesellige Beisammensein zu pflegen.

Heimat- und Geschichtsverein der kath. Kirchengemeinde Kirchrarbach e.V.

Im Jahr 1998 wurde der Heimat- und Geschichtsverein für die Ortschaften Dornheim, Föckinghausen, Hanxleden, Kirchrarbach, Mönekind, Niederhenneborn, Oberrarbach, Sellmecke und Sögtrop gegründet. Die Kirchengemeinde stellte dem Heimat- und Geschichtsverein im Pfarrhaus, dem heutigen Theresia-Albers-Haus, kostenlos zwei Räume zur Verfügung, die als Büro, Bibliothek und Heimatarchiv genutzt werden konnten. So entwickelte sich im Laufe der Zeit eine gute Zusammenarbeit der beiden Institutionen. Inzwischen zählt der Verein über 140 Mitglieder. Die Aktivitäten des Heimatvereins sind, gemessen an seiner Größe und an seinem Einzugsgebiet, beachtlich. In Zusammenarbeit mit der örtlichen SGV-Abteilung wurden an Heiligenhäuschen, Wegekreuzen und sonstigen Zeichen am Wege Informationstafeln angebracht. Alljährlich erscheinen die Heimatnachrichten „Der Bumbacher“; Interessantes aus Vergangenheit und Gegenwart. Dazu kommt der jährliche Bild-/Veranstaltungskalender mit Angabe aller Festlichkeiten im Laufe des Jahres. Im Jahr 2009 erschien das Buch „Wurzeln“ – Stammreihen und Familien der Pfarrei Kirchrarbach und Pfarrvikarie Oberhenneborn. Ein Nachschlagewerk von Generationen für nachfolgende Generationen gemacht. Mit dem Buch wurde eine historisch hoch interessante und begehrte Lücke örtlicher Familienforschung geschlossen, denn die Nachfrage war auch über die Gemeindegrenzen hinaus sehr groß. Als Krönung dieser Arbeit belegte der Heimatverein beim Südwestfalentag in Schmallenberg den 2. Platz als "Verein des Jahres 2009“, und durfte ein Preisgeld in Höhe von  3.000 € entgegennehmen. Diese Anerkennung brachte neue Motivation und bestätigte den Verantwortlichen, in ihren Aktivitäten nicht nachzulassen, die Vergangenheit aufzuarbeiten, die Gegenwart festzuschreiben und die Zukunft für die Heimatgemeinde mit zu gestalten.

Theaterverein Kirchrarbach

1988 wurde die Theatergruppe Kirchrarbach gegründet. Einige der Laienspieler werden sich noch an das erste Treffen in der Grundschule Kirchrarbach erinnern, wo zuerst einmal ein Glas Sekt zum "Lockerwerden" gereicht wurde. Das erste Stück hieß "Bei Onkel Edi klappt alles". Danach wurde jedes Jahr im November ein neues Stück aufgeführt. In den 20 Jahren haben über 40 Akteure ihr Können unter Beweis gestellt.

Pfarrei Kirchrarbach
www.rarbachtal.de
www.kirchrarbach.de
www.st.georg-bad-fredeburg.de

Im Liber valoris zu Beginn des 14. Jahrh. wird Kirchrarbach genannt. Die romanische Kirche und das Patrozinium weisen auf ein höheres Alter hin. 1368 wird Kirchrarbach als Pfarrei erwähnt. Der Vikar für Kirchrarbach hatte seinen Sitz in Oberhenneborn. Bei Bildung der Pfarrei Kirchrarbach im 14. Jh. wurde die Vikarie mit der Pfarrei verbunden. Die Vikarie Oberhenneborn ging ein. Das Patronatsrecht hatten zuerst die Herren von Hanxleden, später die von Grafschaft und ab 1592 die von Fürstenberg. Zuletzt lag es beim Abt von Kloster Grafschaft, der die Pfarrstelle von 1636 bis 1825 mit Benediktinermönchen besetzte. Folgende Benefizien und Patronate sind bekannt und bestehen noch bis heute: Pfarrfonds, Küsterfonds, Kirchenfonds. Der Vikariefonds St. Laurentius, gegründet auf Gut Hanxleden (1678), wurde 1859 infolge Übereinkunft nach Kirchrarbach verlegt; der Besitzer von Gut Hanxleden verzichtete auf die Präsentation. Kirchenbücher liegen seit 1751 vor. 1795 brannte das Pfarrhaus ab und vernichtete fast alle Archivbestände. Bis 1904 gehörte auch der Ort Oberhenneborn zur Pfarrei. In diesem Jahr wurde er abgepfarrt und erhielt einen eigenen Geistlichen, 1921 die eigene Vermögensverwaltung. Die Kirchengemeinde verfügt über ein reichhaltiges Kunstinventar und hat einige Gunstgegenstände als Leihgabe dem Diözesanmuseum in Paderborn überlassen. Die Kirche hat ihren Ursprung in einer Kapelle aus dem 10. Jh. und wurde stets erweitert. Die erste Kirche wurde wohl 1257 gebaut, wie Schriftzeichen (Turmmauerwerk) zu entnehmen ist. 1912 wurde die alte Kirche - bis auf Turm und Chorraum - abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt (Dombaumeister Buchkremer, Aachen). Große Renovierungen fanden in den 1970er und 1990er Jahren statt.

(Quelle: Realschematismus des Erzbistums Paderborn)

Orte die zum Kirchspiel gehören: Dornheim, Föckinghausen, Hanxleden, Kirchrarbach, Mönekind, Niederhenneborn, Oberrarbach, Sellmecke, Sögtrop.

Seelsorge: Bis 31.12.1994 hatte Kirchrarbach fast stets einen eigenen Pfarrer. Ab dem 01.01.1995 übernahmen die Geistlichen von Bad Fredeburg die seelsorgliche Betreuung der Gemeinde. Unter dem 18.02.2003 wurde vom H.H. Erzbischof der Pastoralverbund Fredeburger Land ins Leben gerufen. Diesem wurde dann auch die Pfarrei Kirchrarbach zugeschlagen.

Zum dem Pfarrverbund Fredeburger Land gehören die 5 Gemeinden St. Agatha Oberhenneborn, St. Michael Holthausen, St. Lambertus Kirchrarbach, St. Georg Bad Fredeburg und St. Cosmas und Damian Bödefeld.

Freiwillige Feuerwehr Kirchrarbach

http://www.feuerwehr.schmallenberg.de/lg%20kirchrarbach.html

Die Löschgruppe Kirchrarbach hat 24 aktive Mitglieder und die Jugendfeuerwehr zählt 26 Mitglieder (3 Mädchen, 23 Jungen).

Die Alarmierung über Funkmeldeempfänger und SMS erfolgt immer dann, wenn der Rettungsdienst mit Notarzt in unserem Einsatzgebiet benötigt wird. Dann rücken immer die ersten 3 Kameraden zu diesem Einsatz aus. Zu unseren Gebieten gehören die Ortschaften Oberhenneborn, Niederhenneborn, Sellmecke, Kirchrarbach, Sögtrop, Mönekind, Oberrarbach, Föckinghausen, Dornheim und der Ort Landenbeck (Gem. Eslohe). Die Kommunikation mit der Leitstelle und den Rettungsmitteln findet über Funkgerät und Handy statt.

Feuerwehr Oberhenneborn
www.feuerwehr-oberhenneborn.de/

Die Löschgruppe Oberhenneborn bildet zusammen mit den Löschgruppen Kirchrarbach, Bödefeld und Westernbödefeld den 4. Zug der Feuerwehr der Stadt Schmallenberg.

Zur Zeit steht die Löschgruppe Oberhenneborn mit 28 aktiven Kameraden/innen da, denen als Fahrzeug ein modernes LF 16/12 (Löschgruppenfahrzeug zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung) zur Verfügung steht. Nicht zuletzt durch diese große Anzahl von aktiven Kameraden, von denen einige selbstständige Landwirte ständig vor Ort sind, kann der Feuer- und Brandschutz auch in einer so ländlichen Gegend mit sehr kurzen Hilfsfristen sicher gestellt und eingehalten werden. Seit einigen Jahren erlebt unsere Löschgruppe einen äußerst positiven Aufschwung. Neben einer im Jahre 2006 neu gegründeten Jugendfeuerwehr, eine der Größten im Hochsauerlandkreis, unterhält unsere Löschgruppe einen eigenen Überschlagsimulator. Dieser zeigt auf zahlreichen Veranstaltungen im Jahr wie man sich nach einem Überschlag mit einem PKW, möglichst sicher aus dem PKW befreien kann. Seit dem Jahre 2009 besteht innerhalb der Löschgruppe noch eine eigene First-Responder Einheit (Nothelfer), der zur Zeit 17 Kameraden angehören. Bereits im ersten Jahr zeigte sich, wie sinnvoll eine solche Einheit ist.

Die First Responder Einheit Oberhenneborn

Seit dem 01.02.2009 unterhält die Löschgruppe Oberhenneborn eine sogenannte First Responder Einheit (Helfer vor Ort). Dazu zählen 16 Ausgebildete Notfallhelfer und 1 Rettungsassistenten. Das Aufgabengebiet der Gruppe beinhaltet die Erstversorgung eines Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Dies dient dazu, das therapiefreie Intervall zu verkürzen.